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Das Familienwappen

Das Familienwappen wurde von Herrn Julius Karl Theodor Kniephoff, geb. 09. März 1856 in Massow/Pommern, gest. 12. Februar 1936 in Hamburg gestiftet.

 

Wappenbeschreibung

Schild: gespalten von Blau und Gold. Vorne eine goldene Kneifzange, hinten ein roter abgewendeter wiedersehender silber bewehrter und rot gezungter Greif. Auf dem blau-goldenen bewulsteten Helm mit blau-goldenen Decken wachsend ein roter, silber bewehrter und rot gezungter Greif, eine goldene Kneifzange haltend.

 

Wappenbegründung

 

Schildinhalt:

Der Greif stellt den Bezug zu Pommern her, der Herkunftsregion der Familie Julius Kniephoff. Die Kneifzange steht für den Familiennamen Kniephoff, der sich von Kniepe (Kneifzange) ableitet.

 

Helmzier:

Der Greif mit der Kneifzange verweist auf den Familiennamen und auf die Herkunftsregion der Familie.

 

Farben:

Die Farben Blau und Gold wurden aus dem Stadtwappen von Wiesbaden entlehnt, dem späteren Wohnort der Familie.

Namenserläuterung

Quelle: Peter Kniephoff - Landsberg am Lech

 

Beim Namen Kniephoff handelt es sich um einen Familiennamen aus einer Herkunftsbezeichnung zum Ortsnamen Kniephof(f) bzw. aus einer Wohnstättenbezeichnung zum Örtlichkeitsnamen (Flurnamen) Knipaf (Kniephof, Kneiphof).

 

Für einen Herkunftsnamen kommen hier die Orte (Güter, Höfe) Kniephof (polnisch Konarzewo) bei Jarchlin im Kreis Naugard (Köslin) und Kneipab (polnisch Rudno/Danzig), aber auch Kniphagen im Kreis Oldenburg (1316 noch in der Schreibung Knipaf) in Frage, wobei Kniephof am wahrscheinlichsten ist, da Vorfahren im Raum Naugard nachgewiesen werden können.
Alle genannten Ortsnamen lassen sich auf einen Örtlichkeitsnamen (heute auch als Straßenname nachweisbar) Knipaf zurückführen, der auf knip af in der Bedeutung 'kneif ab' zurückgeht und als Begriff für eine Sackgasse von Ostpreußen bis in den Raum Mecklenburg und Schleswig-Holstein bekannt war.

 

Im niederdeutschen Sprachraum sind eine Reihe von mit Kniepanlautenden Flurnamen belegt, die in der Regel eine Örtlichkeit an einer engen und schmalen Stelle bezeichnen (zu niederdeutsch Kniep 'Klemme, Zange').

 

Der Knipaf (Kniephof) als Bezeichnung der Wohnstätte war dann ein 'Gut, Hof, Hofstelle' an einer engen und schmalen Stelle, auch in/an einer schmalen Schlucht u.ä. und der Hofbesitzer bzw. -bewohner wohnte in/an einer schmalen Stätte bzw. Schlucht oder auch Sackgasse und konnte von seinen Mitbürgern den Beinamen Knipaf nach der Lage oder auch nach der Bezeichnung seines Wohnsitzes/Gutes erhalten, der dann durch Weitergabe an die nachfolgenden Generationen sich als Familienname verfestigte. Dabei veränderte sich die Aussprache und entsprechend die Schreibung des Namens durch Mundarteinflüsse und Umdeutung (-af wurde zu -hof(f)).

 

Im 15. Jahrhundert überwiegt noch die ursprüngliche Schreibung 'Knipaf':

1423  Cord Knipaf, Bürger in Stadthagen
1452  Hans Knypaff (ebendort)
1462  Hans Knypaff, Bürger in Minden

 

Im 16. Jahrhundert bildete sich dann die heutige Schreibung Kniephof(f) heraus:

1509  Henning Kniphoff, Neubürger in Hildesheim
Corde Knyphove ebendort; 1664 Conrad Kniephoff ebendort u.v.a.m.

 

Eine Straße in Danzig hieß 1643 noch Kneipab, Kniepaff und im 18. Jahrhundert dann Kneiphof. Der Kniphof bzw. Kneiphof in Königsberg hieß 1327 noch Knipabe (Pregelinsel).