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Motorradtour in die schweizerischen und französischen Alpen:
vom 04.09. - 09.09.2005

Teilnehmer:
Roman Loch
auf BMW K 1200 R

Th.-Oliver Kniephoff
auf Honda STX 1300 Pan European

 

Vorwort:

Nachdem im letzten Jahr die Motorradtour aus zeitlichen Gründen komplett ausfallen musste, sollte es in diesem Jahr in die Schweizer Westalpen bis hinunter in die französischen Seealpen gehen.
Die Teilnehmer der letzten Touren konnten oder wollten in diesem Jahr nicht, so dass es diesmal eine Zwei-Mann-Tour wurde. Somit hatte ich zwar eine komplette Strecke ausgearbeitet, aber im Vorfeld der Tour keine Unterkünfte gebucht.
Als Vorbereitungsliteratur diente zum einen der HB-Bild-Atlas Nr. 191 (Westschweiz), andererseits wurden viele Informationen über die französischen Alpen aus dem Internet heruntergeladen. Letzteres galt auch für das Kartenmaterial, wo Michelin eine kostenfreie Möglichkeit zum download bietet.

 

  1. Etappe: Bielefeld - Rheinfelden (677 Kilometer):

Natürlich dient die Anfahrtsetappe erst einmal nur dazu, sein "Zielgebiet" zu erreichen. Folglich nimmt man die schnellste Möglichkeit über die Autobahn. Aus Bielefeld bietet sich hier die Strecke über die A 33 - A 44 - A 7 - A 5 an, wo man schließlich ab Weil am Rhein der A 98 und nachfolgend der B 316 bis Rheinfelden folgt.
Die Stadt Rheinfelden gliedert sich in einen deutschen und einen schweizerischen Teil, wobei in der Schweiz die Benzinpreise deutlich unter den deutschen liegen (1,13 € zu 1,44 €).
Die Anfahrt verlief ohne Probleme, in Rheinfelden selbst fand ein Stadtfest statt, so dass die ursprünglich geplante Unterkunft belegt war und wir ausweichen mussten. Wir fanden dann in unmittelbarer Nähe eine zwar sehr schön am Rhein gelegene Unterkunft mit tollem Blick, die Zimmer konnte man jedoch bestenfalls als "Wohnklo" bezeichnen. Aber egal, wir wollten nur pennen und es war nur für eine Nacht. Hier in Rheinfelden eröffnete mir Roman, dass er "Extremschnarcher" ist, und dass es besser sei, für die Gesamtheit der Tour Einzelzimmer zu buchen, wollte man morgens ausgeruht starten.

 

  1. Etappe: Rheinfelden - Chateau d'Oex (282 Kilometer):


Morgens früh um 08:00 Uhr waren wir startklar. Allerdings mussten wir erst einmal für ein Frühstück sorgen, da es in der "Pension" keines gab. Da uns der schweizerische Teil von Rheinfelden interessierte, suchten wir hier nach einer Frühstücksmöglichkeit, was gar nicht so einfach war, da die Schweizer offensichtlich gerne etwas länger schlafen.
In einem Großmarkt fanden wir ein Restaurant, wo wir uns stärken konnten.
Danach begann die eigentliche Tour. Von Rheinfelden aus ging es über kleine kurvige Straßen in Richtung Gelterkinden. Dieses war ein gelungener Einstieg, zumal die nachfolgende Strecke über die B 2 bis Olten und dann weiter über die B 1 in Richtung Bern doch recht eintönig war. Sehenswert in diesem Bereich ist die hoch über der gleichnamigen Stadt thronende Aarburg.
Kurz vor Bern, in Kirchberg, bogen wir ab in Richtung Burgdorf, wo es weiter zum Thuner See ging.


Leider ist es in Thun so wie häufig an derartigen Seen, dass man kaum eine Möglichkeit findet anzuhalten und gleichzeitig einen Blick auf den See zu genießen, ohne erst längere Fußmärsche machen zu müssen. Erst außerhalb des Ortes ist dies möglich.
An der Nordseite des Thuner Sees ging es weiter nach Interlaken. Hier gibt es einige Stellen, wo es sich lohnt, einmal anzuhalten und über den See zu blicken, zumal das Panorama der naheliegenden Viertausender des Berner Oberlandes mehr als beeindruckend ist.
Bei Interlaken, und vor allem in Richtung Grindelwald, sahen wir die Ausmaße, die das Hochwasser Ende August hinterlassen hatte. Die Schweizer Armee unterstützte die Bevölkerung bei der Beseitigung der Hochwasserschäden. Zahlreiche Baustellen auf der Strecke waren die logische Konsequenz.


In Grindelwald hat man den ersten Blick auf das Finsteraarhorn (4.274 m) und natürlich auf die bekannten "Drei" Eiger, Mönch und Jungfrau. Der Ort selbst ist allerdings recht überlaufen. Wenn dies schon an einem Montag, so ziemlich außerhalb der Saison so ist, möchte ich nicht wissen, was während der Hochsaison und am Wochenende hier los ist.
Als Einkehrmöglichkeit sei eine nette Lokalität direkt am Parkplatz des "Oberen Gletscher" zu empfehlen, die einen schönen Blick auf die umliegende Bergwelt bietet.
Nach diesem Abstecher ging es zurück über Interlaken an die Südseite des Thuner Sees nach Spiez - sollte es eigentlich... Aber auch hier fiel die Bundesstraße dem Hochwasser zum Opfer. Uns sollte es recht sein, war doch die ausgeschilderte Umleitungsstrecke oberhalb der Bundesstraße die wesentlich schönere Alternative.


Von Spiez aus ging es durch das Simmental über Zweisimmen in das Saanental nach Gstaad und von dort aus zu unserem nächsten Etappenziel nach Chateau d'Oex, schon in der französisch sprachigen Schweiz nahe der französischen Grenze gelegen.
Diesen letzten Teil der Etappe kann ich nur wärmstens zum Nachfahren empfehlen, reiht sich hier doch Kurve sanft an Kurve. Ein herrliches lockeres Schwingen, und das über eine Strecke von fast 50 Kilometern.
In Chateau d'Oex nahmen wir Quartier direkt am Bahnhof im Hotel "Buffet de la Gare", eine angenehme und dennoch preiswerte Unterkunft (EZ/ÜF 30,00 €) mit kostenlosen Garagenparkplätzen für Motorräder.
Selbstverständlich durfte ein opulentes Abendmahl nicht fehlen - trotz der leicht erhöhten Preise in der Schweiz.

 

  1. Etappe: Chateau d'Oex - Valloire (327 Kilometer):

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es um 08:15 Uhr los. Zunächst folgten wir der B 11 durch kurviges Gelände bis nach Aigle, wo das dortige Schloß und die Weinberge bestimmend für den Ort sind. Die Nähe zum Genfer See lässt einen guten Pinot noir wachsen.
Einmal am Genfer See darf ein Abstecher nach Montreux nicht fehlen. Der mondäne Ferienort mit seinen fin-de-siècles-Hotels ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Leider reichte es nur zu einem kurzen Abstecher mit Halt am vorgelagertem Schloß Chillon, das seine Berühmtheit dem englischen Dichter, Lord Byron, verdankt, der mit seinem Roman "The prisoner of Chillon" das Schicksal des Genfer Priors Francois Bonivard beschrieb, der in seiner Heimatstadt die Reformation befürwortete, aber von katholischen Gegnern in den Kerker von Schloß Chillon verbannt wurde.
Ein zweiter Besuch galt - für mich selbstverständlich - dem Denkmal von Freddie Mercury an der Uferpromenade des Genfer Sees.

Wir verlassen die Schweiz und fahren am Südufer des Genfer Sees über Evian nach Thonon-les-Bains. Als Ferienort ausgewiesen, stellt sich der Ort als eine Großbaustelle mit zahlreichen Umleitungen und üblen Verkehrsgewirr heraus. Offensichtlich war ich so angenervt, dass mir hier ein kleines Mißgeschick passierte, das fast die Fortsetzung der gesamten Tour in Frage gestellt hätte.
Beim Tanken muss ich mich so unglücklich über das Mopped an die Zapfsäule gebeugt haben, dass sich dabei mein Moppedschlüssel im Tankschloß verbog. Trotz eifrigster Bemühungen ließ er sich nicht mehr richtig geradebiegen, so dass der Bock nicht mehr anspringen wollte.
Tolle Leistung - und kein Ersatzschlüssel dabei - schön blöd!
Glücklicherweise hatten wir an einem Supermarkt getankt, wo auch ein Schlüsseldienst beheimatet war. So war für 10,00 € schnell ein neuer Schlüssel hergestellt. Der Chip für die Wegfahrsperre im alten Schlüssel musste zwar von nun an immer zusammen mit dem neuen Schlüssel ans Schloß gehalten werden, aber es funktionierte. Allerdings hatten wir so reichlich Zeit eingebüßt.
Von Thonon-les-Bains ging es dann wieder in die Berge, und zwar über die D 902, die auch "Route des Grandes Alpes" genannt wird. Morzine - Clusés - Sallanches, mit Blick auf den leider durch Wolken verhangenen Mont Blanc - Megève und Albertville, Olympiaort der Winterspiele 1992, waren die Stationen in den Savoyer Alpen.
Ich habe die Kurven und Kehren nicht gezählt, aber durch einige musste ich meine "Pan" regelrecht durchquälen, zumal ab Megève eine Umleitungsstrecke ausgeschildert war, die durch herrliche, aber auch anspruchsvolle Kleinststraßen führte.
Nach Albertville war zunächst einmal Ende mit Kurvenspass. Die N 90 in Richtung Chambrey und die danach folgende N 6 (Richtung Turin) verlaufen recht gerade, bevor man in St. Michel de Maurienne nach rechts zum Col du Galibier abbiegt.
Eigentlich wollten wir noch bis Briancon fahren, aber der Zeitverzug und einsetzender Regen beendeten unsere Tagesetappe in Valloire, wo wir zwei Zimmer im "Hotel de la Poste" buchten.
Valloire ist ein reiner Touristenort, was sich auch in den Preisen widerspiegelt. Somit waren wir pro Zimmer 42,00 € (+ 7,00 € Frühstück) los.

 

  1. Etappe: Valloire - Sospel (315 Kilometer):

Eigentlich sind für diesen Tag Pässe satt geplant, doch der Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes: es regnet in Strömen. Somit erfolgte beim Frühstück eine intensive Diskussion über den weiteren Verlauf der Tour.
Letztendlich blieben drei Optionen:
1. wir fahren weiter, wie geplant, trotz schlechter Wettervorhersage
2. wir drehen ab nach Italien und fahren über Turin an einen der norditalienischen Seen
3. wir fahren Richtung Grenoble und brechen die Tour ab
Nach Abwägung sämtlicher Optionen haben wir uns für das Weiterfahren entschieden. Wir sind ja schließlich keine Weicheier.
Also ging es zunächst über den 2.646 Meter hohen Col du Galibier, oftmals Bergwertung der höchsten Kategorie bei der Tour de France. Ich selbst käme zwar nie auf die Idee, dort mit einem Fahrrad hochzufahren, aber selbst bei schlechtem Wetter waren zu früher Stunde schon zahlreiche Radfahrer unterwegs.


Der Col du Galibier ist insbesondere bei Nässe nicht einfach zu fahren, zumal auch der Straßenbelag mehr als beschissen ist. Wohlige 3° C taten ihr übriges dazu bei, dass wir auf der Passhöhe mehr als begeistert waren. Der Schock kam, als wir aus dem Galibiertunnel (auf Passhöhe hat man noch einen ca. 200 Meter langen Tunnel in den Berg geschlagen) kamen - wir sahen plötzlich die Hand vor Augen nicht mehr. Auf der Südseite war das Wetter noch schlechter und wir standen mitten in den Wolken. Die Abfahrt zu dem auf 2.058 Metern Höhe gelegenen Col du Lautaret war ein einziges "Eiern" auf zwei Rädern. Der Col du Lautaret ist die Passhöhe, der N 91, die Grenoble mit Briancon verbindet. Die Wolkenlücken aus Richtung Briancon bekräftigten jedoch unsere Entscheidung, weiterzufahren.


Ursprünglich war geplant, ab Briancon weiter über den Col d'Izoard zu fahren. Hier sind wir von der ursprünglich geplanten Route abgewichen und haben diese Passhöhe ausgelassen, was sich später als sinnvoll erweisen sollte. Somit folgten wir der N 94 bis zum Abzweig nach Guillestre. Der Regen hatte in der Zwischenzeit aufgehört und die Sonne ließ sich blicken. Bei Guillestre stießen wir wieder auf die "Route des Grandes Alpes", der D 902, der wir über den Col de Vars bis Jausiers folgten.
Diese gesamte Strecke war sehr angenehm zu fahren, aber auch am Col de Vars schon recht anspruchsvoll.


Ab Jausiers ging es zum Col de la Bonette, mit 2.804 Metern Europas höchste Passstraße. Bergauf, noch bei gutem Wetter, war die Strecke mit schönen Kurven versehen, bedingt durch die enge Streckenführung mit vielen schmalen 180°-Kehren bei mangelnder Absicherung jedoch manchmal recht knifflig, auf alle Fälle nicht "Chopper-kompatibel".
Kurz vor der Passhöhe fing es - natürlich - an zu regnen und einzelne Schneefelder - frische wohlgemerkt - zeugten doch von recht niedrigen Nachttemperaturen. Die gemessenen 2° C ließen einen am Tag auch nicht wärmer werden.
Nach den obligatorischen Fotos von der Passhöhe - von der Landschaft sieht man gar nichts - ging es bei nun strömenden Regen abwärts in das Val de Tinée.
Abgesehen davon, dass die Straßen mehr als beschissen waren, sorgten noch diverse, achtlos liegengelassene Baustellen mit den typischen Verschmutzungen für das entsprechende Fahrgefühl bei Regen.
Das Val de Tinée muss bei schönem Wetter einfach grandios sein. Bei Regen hatten wir für die Schönheiten der Landschaft allerdings keinen Blick. Somit war in St. Sauveur sur Tinée erst einmal eine Kaffeepause und Aufwärmen angesagt.
Kurz danach war erst einmal eine Schrecksekunde zu überstehen. Unmittelbar nach einer 90° Kurve rauschten plötzlich kubikmetergroße Felsbrocken den Hang herab und zerbarsten keine 20 Meter vor mir auf der Straße. Kurze Vollbremsung, Blick nach oben und ab durch das Geröll. Ausweichen war nicht möglich, die ganze Straße lag voll. Danach erst einmal Vollgas - normalerweise kommt meist noch etwas hinterher - bis zur nächsten Anhaltemöglichkeit. Glück gehabt, nicht einmal die "Pan" hatte eine Schramme, von mir ganz abgesehen - das hätte übel ins Auge gehen können.
Durch den ganzen Stress habe ich dann irgendwie den Abzweig auf die D 2565 nach St. Martin-Vésubie verpasst. Also 20 Kilometer weiter ein erneuter Anlauf ins Val de Vésubie. In Lantosque sollte es dann auf die D 70 und weiter auf die D 2566 nach Sospel, dem heutigen Etappenziel, gehen.


Die D 70 haben wir nicht gefunden, statt dessen war die D 73 Richtung Nizza ausgeschildert. Da die Richtung in etwa passte, fuhren wir eben dort entlang.
Dieses hatte ich jedoch nicht besser gewusst. Die Straße war gerade einmal so breit, wie ein Pkw und führte mit einer durchschnittlichen Steigung von ca. 14% in den Berg. Die obligatorischen 180°-Kehren stiegen im Scheitelpunkt auch noch an. Gut, dass Roman nicht mit seiner Harley unterwegs war, wie er es ursprünglich vorhatte, er wäre spätestens hier stecken geblieben. Dazu führte die Strecke noch durch Kiefernwälder. Normalerweise kein Problem - aber bei Nässe.... Also wieder schön vorsichtig fahren. Irgendwie kamen wir schließlich nach L'Escarène und von dort aus über den Col de Braus nach Sospel.
Weiß der Geier, wie wir gefahren sind, gefunden haben wir die Straße auf der Karte jedenfalls nicht.
Nach 315 Kilometern Schwerstarbeit waren wir jedenfalls froh, in Sospel ein motorradfreundliches Hotel (Hotel de France) gefunden zu haben.

 

  1. Etappe: Sospel - Voiron (431 Kilometer):

Nach einer entspannten Nacht fuhren wir zunächst einmal an die nur 20 Kilometer entfernte Côte d'Azur. Das erste Ziel heißt Menton. Die Stadt selbst sagte uns überhaupt nicht zu. Abgesehen vom vorangegangenen Blick der französischen Seealpen auf das Mittelmeer und der Lage der Stadt direkt am Meer, überwiegt doch der Dreck und das Verkehrschaos.
Dieses ist überhaupt der herausstechende Eindruck von der Côte d'Azur. Man kann sagen, von Menton bis Cannes gibt es entlang der Küstenstraße 60 Kilometer Dauerstau.
Von Menton ging es nach Monaco. Klar, das Panorama auf Monte Carlo, insbesondere auf den Jachthafen ist schon beeindruckend, aber, ehrlich gesagt, möchte ich an der gesamten Küste nicht tot über dem Zaun hängen,


Der schönste Ort ist meiner Meinung nach Villefranche. Dieser liegt an einer nicht so überlaufenen Bucht und über der Stadt thront ein altes Kastell. Außerdem ist diese Bucht nicht mit lauter Hochhäusern verbaut.
Danach ging es nach Nizza. Diese Stadt würde ich mit Ausnahme der Vororte als Drecksloch der Côte d'Azur bezeichnen. Bloß schnell raus, aber gut gesagt, ist noch lange nicht getan. Stop and go ist angesagt. Ein Durchkommen mit Motorrädern kaum möglich. Wie es das Glück dann auch noch will, öffnete der Himmel seine Schleusen. Was vorher in Sospel noch wolkig war, wurde ab Nizza zum Dauerregen. Wir fuhren bzw. stauten uns noch bis Antibes und hatten danach endgültig die Schnauze voll von der Côte d'Azur.


Wir folgten der N 85 über Grasse - Digne nach Sisteron. Eigentlich war noch der Grand Canyon de Verdun vorgesehen, dieser Abstecher hatte bei strömenden Regen jedoch keinen geistigen Nährwert. Somit ließen wir auch unser Etappenziel Gap links liegen und fuhren weiter. Laut Wetterbericht sollte es weiter nördlich immer besser werden, aber der Regen folgte uns unerbittlich.
Wir hatten uns mittlerweile entschlossen, die Tour zu beenden und wollten erst einmal Strecke zurücklegen, um dann am nächsten Tag nach Hause zu fahren. Die Möglichkeit in Grenoble zu übernachten, verwarfen wir, da uns die Stadt regelrecht abschreckte. Wir fuhren weiter, bis wir völlig genervt und durchnässt in Voiron das erste Hotel nahmen. 62,00 € für die Übernachtung + 7,00 € (pro Person) für das Frühstück waren zwar wirklich nicht von schlechten Eltern, aber das Hotel hatte wirklich Flair. Außerdem hatten wir zwei Übernachtungen gespart, so glich sich das Ganze wieder aus.

 

6 Etappe: Voiron - Bielefeld (1.116 Kilometer):

Nachdem wir am gestrigen Tag so richtig den "Arsch nass gekriegt" hatten, wollten wir nur noch nach Hause. Also war Kilometerfressen über die Autobahnen angesagt.
Von Voiron aus ging es zunächst in Richtung Lyon, dann über Dijon - Nancy - Metz nach Luxemburg.
Hier eine kleine Stärkung und danach über Trier - Koblenz - Köln nach Hause.
Nach 12 Stunden waren die 1.116 Kilometer bewältigt.

 

Fazit:
Schade, dass das Wetter in Frankreich so schlecht war. Bei gutem Wetter hätten sich noch mehr fantastische Ausblicke ergeben und wir hätten die Tour noch mehr geniessen können, als wir es ohnehin getan haben.
Da wir witterungsbedingt einiges auslassen mussten, ist es durchaus wahrscheinlich, dass ich diese Tour irgendwann nochmals in Angriff nehme. Ich kann sie jedenfalls allen zum Nachfahren empfehlen.
Mal sehen, wohin uns der Weg im nächsten Jahr führt.

Gesamtkilometer: 3.150 km