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Die Überdrucke der dänischen Postfähremarken:

Quelle: AFA-Spezial-Katalog 2002

 

Nachdem die Post die Fährlinien Løgstør – Aggersund und Fanø – Esbjerg übernommen hatte, wurde festgelegt, dass für die Bezahlung des Transports von Paketen und anderen Fährgütern besondere Fährgütermarken benutzt werden sollen, die Postfähremarken genannt wurden.
Es blieb bis zum 1. Juli 1919 an verboten, Postfähremarken als Briefmarken für die Frankatur für gewöhnliche Postsendungen zu verwenden, aber es kommen Postfähremarken vor, die bis zu diesem Zeitpunkt gültig zur Frankatur von gewöhnlichen Briefen benutzt wurden, somit sind diese Verwendungen in allen Fällen als philatelistisch zu bezeichnen.
Die Fährverbindung Løgstør – Aggersund wurde im Juni 1942 eingestellt, nachdem die Aggersundbrücke eingeweiht wurde. Danach verwandte man die Postfähremarken ausschließlich bei der Fährlinie Esbjerg – Fanø bis zum 1. Mai 1977, als D.S:B. den Betrieb übernahm und der Gebrauch der Postfähremarken endete.
Der Aufdruck für die Postfähremarken fand in der Zeit von 1919 bis 1936 in Thieles Druckerei statt, die späteren wurden bei J. Jørgensen & Co. Gedruckt.
Für den Überdruck wurden sieben verschiedene Überdruckstypen benutzt. Die Platten der ersten drei Typen bestanden alle aus losen Druckstücken, während die letzten vier Typen aus Klichees zusammengesetzt waren.

 

Überdruckstype 1:


kurzer Abstand zwischen „F“ und „Æ”, kräftige Buchstaben, darunter dicke Bögen oben und unten am „S“ ; Gesamtlänge des Überdrucks: 16,2 mm
Die Type 1 ist nur im ersten Halbjahr des Jahres 1919 und nur als Überdruck für die Nr. 2a (15 Øre – mattlila) benutzt worden.

 

Überdruckstype 2:

 

größerer Abstand zwischen „F“ und „Æ” als bei Type 1, kräftige Buchstaben ungefähr wie bei Type 1
Gesamtlänge des Überdrucks: 16,5 m
Die Type 2 ist nur im ersten Halbjahr des Jahres 1919 und nur als Überdruck für einen Teil der Nr. 4 1 kr. – gelbbraun) benutzt worden.

 

Überdruckstype 3:

größerer Abstand zwischen „F“ und „Æ”, ähnlich wie bei Type 2. Die Buchstaben sind viel schlanker, als bei den Typen 1 und 2 und besonders sind die Bögen oben und unten am ”S” sehr schlank ;
Gesamtlänge des Überdrucks: 16,7 mm – nach Abnutzung der Klischees wurden die Buchstaben etwas breiter und die Gesamtlänge erhöhte sich um 0,1 mm
Die Type 3 wurde ab dem zweiten Halbjahr des Jahres 1919 bis 1936 benutzt und zwar auf den Postfähremarken Nr. 1 – 20, wie auch auf einem Teil der Nr. 4 und der Nr. 2, Type 1 (violett). Bei den Nr. 16 – 20 ist zeitweise auch die Überdrucktype 4 und bei Nr. 19 und 20 zeitweise auch die Type 5 benutzt worden (näheres dort).

 

Überdruckstype 4:

Abstand zwischen „F“ und „Æ” wie bei Type 3, die Buchstaben fast so scharf wie bei Type 3. Die Bögen unterhalb des ”S” dicker als bei Type 3, aber nicht so kräftig wie bei Type 5 ;
Überdruckslänge: 16,7 mm
Type 4 kommt in 10 Untertypen vor, eine Untertype für jede senkrechte Bogenreihe. Diese Untertypen werden in dem Buch von Tom Plovst: Danmarks Postfærgemærker (1962) näher beschrieben.
Type 4 wurde von 1938 bis 1941 auf folgenden Postfähremarken benutzt: teilweise Nr. 16 – 20 (die restlichen Type 3) ; teilweise Nr. 19 + 20 (die restlichen Type 3 und 5) ; Nr. 21 + 21a ; teilweise Nr. 22 + 23 (die restlichen Type 5) ; Nr 24 + 25 ; teilweise Nr 26 + 27 (die restlichen Type 5).

 

Überdruckstype 5:

Abstand zwischen „F“ und „Æ” geringer wie bei Type 3 und 4, ”S” unten mit sehr dicken Bögen, schmale senkrechte Striche Beim ”T” ; Überdruckslänge: 16,8 mm
Type 5 ist im Zeitraum zwischen 1942 und 1967 auf folgenden Postfähremarken angewandt worden:
Teilweise Nr. 19 + 20 (die restlichen Type 3 und 4) ; teilweise Nr. 22 + 23 (die restlichen Type 4) ; teilweise Nr. 26 + 27 (die restlichen Type 4) und Nr. 28 – 443.

 

Überdruckstype 6:

ganz andere Buchstabentypen, „P“ ohne Abschlußserife, „G“ ohne Unterstrich und „Æ” ziemlich geschlossen ; Überdruckslänge 15,0 mm
Type 6 wurde im Zeitraum von 1967 – 1975 auf den Nr. 44 – 47 und 49 + 50 benutzt.

 

Überdruckstype 7:

Buchstabentypen wie bei Type 6, aber das „G“ mit Unterstrich und das „Æ” mehr geöffnet.
Überdrucklänge: 14,7 mm
Type 7 wurde von 1975 an nur auf den Nr. 44A und 48 benutzt.